Aufeinander abgestimmte Kurse für diese leisen Dudelsäcke mit barocker
Flötengriffweise (c/f-Stimmung) werden in Brensbach seit nunmehr 20 Jahren
angeboten.
Der Anfängerkurs I wendet sich an Interessenten, die noch gar keine Erfahrung
im Dudelsackspielen haben. Vorkenntnisse (wie Notenlesen etc.) sind nicht notwendig!
Man braucht auch noch kein eigenes Instrument zu besitzen!
Der Kurs vermittelt in gut nachvollziehbarer Weise alle
grundlegenden Kenntnisse über den Umgang mit unseren leisen
Renaissance-Dudelsäcken: Atem- und Blastechnik, Spielhaltung, die barocke
Flötengriffweise, Intonations- und Tonfolgeübungen sowie Techniken für
die Trennung gleicher Töne werden erklärt und methodisch erarbeitet.
Unsere Teilnehmer sollen am Ende des Kurses in der Lage sein, sich einfache
Melodien selbst erarbeiten zu können.
Voraussetzungen: Keine Voraussetzungen außer guter Laune! Die für diesen Kurs benötigten Leihdudelsäcke stellen wir für eine Gebühr von € 25 zur Verfügung. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, nach dem Kurs ein Instrument zu erwerben. In diesem Fall entfällt selbstverständlich die Leihgebühr.
Sie haben bereits Grundkenntnisse im Hümmelchen spielen, wissen aber nicht,
ob Sie fit für einen Fortgeschrittenen kurs sind? Dann sind Sie im Kurs Anfänger
II genau richtig! Denn er wendet sich an diejenigen, die schon ein eigenes
Hümmelchen (in C / F Stimmung) besitzen und die ihre Kenntnisse festigen, vertiefen
und weiterentwickeln möchten.
Alle wichtigen Grundfertigkeiten werden zunächst wiederholt und aufgefrischt.
Zu Beginn stehen also die Themen Spielhaltung, Atem- und Blastechnik, Griffweise
und Tonleitern auf dem Programm.
Saubere Intonation der Hümmelchen wird durch Druckhalte- und Tonfolgeübungen geübt
und grundlegende Techniken für die Trennung gleicher Töne werden erarbeitet.
Anhand einfacher Melodien soll das Erlernte dann in die Praxis umgesetzt werden.
Dabei werden wir uns weniger auf Virtuosität als auf saubere Intonation und flüssiges,
rhythmisches Spielen konzentrieren. Wenn möglich können auch mehrstimmige Melodien
erarbeitet werden, um Erfahrungen im mehrstimmigen Spielen zu vermitteln.
Sandra Distler, geb. 1972 in Nürnberg, hat bereits mit 5 Jahren mit dem Musikunterricht (Blockflöte und Akkordeon) begonnen. 1993 bis 1998 studierte sie Musik und Germanistik für das Lehramt in Nürnberg. Seit 2001 unterrichtet sie an der Veit-Stoß-Realschule in Nürnberg, wo sie bereits einige größere Projekte (z.B. ein Musical) leitete. Nach ersten Dudelsackversuchen mit der Highland Pipe sattelte 2001 mit den Brensbach-Kursen auf das Dudey spielen um. Im vergangenen Jahr übernahm Sie die bereits die Koordination der freien Ensemblegruppe.
Voraussetzungen: Gut funktionierendes Hümmelchen / Dudey (auch Schulmodell) in c/f-Stimmung und Grundkenntnisse im Dudelsackspiel.
Dieser Kurs richtet sich an alle „fortgeschrittenen Hummelvirtuosen“ zur
Vertiefung und Erweiterung der Fähigkeiten auf ihrem Hümmelchen / Dudey.
Das zentrale Thema der ‘Fingerakrobatik’ wird uns in Form von Verzierungstechniken und
Tontrennung beschäftigen. Systematisches Üben dieser Techniken schafft die Grundlage,
um Melodien in ihrem rhythmisch musikalischen Verlauf richtig zu spielen
und bildet die Voraussetzung für mehrstimmiges Zusammenspiel. Alt- und Sopraninospielpfeifen sind willkommen!
Wir werden Stücke aus unterschiedlichen Epochen und Stilen erarbeiten und
sie gemeinsam einrichten und gestalten. Ebenso sind kleine Ausflüge in einfache
Melodieimprovisationen vorgesehen. Weitere Themen sind: Übungen
zur Intonation, Anregungen zur Atem- und Fingertechnik und Einsatz der
Bordune. Sicheres Notenlesen ist erwünscht.
Am wichtigsten ist allerdings ein gut funktionierendes Instrument! (Bitte
vorher prüfen). Für Fragen bin ich gerne erreichbar: heide.rieth@t-online.de
Heide Rieth Musikstudium für Querflöte und Rhythmik, Unterrichtstätigkeit an Musikschule und Universität, internationale Konzerte im Bereich Weltmusik.
Voraussetzungen: Hümmelchen / Dudey in c/f-Stimmung. Sicheres Notenlesen, gute Spieltechnik und rhythmische Fitness sind die Basis für ein spielfreudiges Musizieren.
… aller Anfang ist vielleicht gar nicht so schwer und dieser Kurs bietet einen
intensiven Einstieg in die Welt der Dudelsäcke mit halbgeschlossener Griffweise.
Die Teilnehmer werden mit ein/mehrstimmigen Stücken und Übungen die Handhabung des
Dudelsacks erlernen.
Dabei geht es auch um die technischen und musikalischen
Möglichkeiten, die ein Dudelsack mit dieser Griffweise bietet.
Es wird mit und ohne Noten gearbeitet - bitte die eigenen
Notenständer mitbringen. Für Teilnehmer ohne Notenkenntnisse empfiehlt
sich ein Aufnahmegerät.
Leihinstrumente können auf Anfrage gegen eine Leihgebühr von € 25 zur
Verfügung gestellt werden.
Lissa Nierhoff unterrichtet unter anderem seit 1995 an der Carl-Stamitz Musikschule in Köln und leitet das Dudelsackorchester "Cornemuse Consort Coelln" CDs: "Zeitgleich" und "Schnappschlag". Sie hat an Kursen von J.P. van Hees, F. Paris, J. Blanchard und J. Swayne teilgenommen. Ihr besonderes Interesse gilt dem musikalischen Nachwuchs..
Voraussetzungen: Gut spielbarer und gestimmter Dudelsack mit halbgeschlossener Griffweise in G/C.
Aufgeschlossenes, vorurteilsfreies Spielen mit halbgeschlossener Griffweise.
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Wer mich kennt, weiß, dass mir dieses
Instrument sehr am Herzen liegt und ich immer wieder versuche, festgefahrene
Pfade zu verlassen um Neuland zu betreten.
Anderthalb Oktaven Tonumfang sind nun nicht üppig und oft muss man nach Alternativlösungen
suchen um fehlende Töne zu ersetzen …
Aber genau darum geht es mir: das bessere Kennenlernen
des eigenen Instrumentes, das freie Spiel meist einfach zu merkender
Melodien, Verzierung und Variation …
Wo ein Stück ursprünglich herkommt, wer es wann geschrieben hat und für
welche Instrumente es eigentlich komponiert wurde spielt für mich dabei nur
eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist allein, dass ich es gerne spiele, dass es
auf dem Dudelsack gut klingt und mich berührt. Ihr solltet ein gut funktionierendes
Instrument besitzen, Noten lesen können und bereit sein, mit rauchendem
Kopf und vollem Herzen ein prima Wochenende zu erleben!
Christoph Pelgen, Musiker bei La Marmotte, Estampie und Cassard, ex ADARO …
Voraussetzungen: Gut spielbarer und gestimmter Dudelsack mit halbgeschlossener Griffweise in G/C, sichere Notenkenntnisse.
Wenn´s im eigenen Schneckenhaus langsam zu eng und zu einsam wird und
man vorsichtig die Fühler auf der Suche nach neuen musikalischen
Herausforderungen ausstreckt, findet man eventuell in diversen Notenheften
mehrstimmige Instrumentalsätze der Ende des 17. Jahrhunderts
von John Playford gesammelten Renaissancetänze.
Die meist leicht spielbaren Arrangements laden förmlich
dazu ein, erste Erfahrungen im Zusammenspiel zu sammeln
und bieten sich obendrein auch noch als Vorlage für eigene Versuche an, eine
Melodie zu bearbeiten.
In diesem Kurs werden wir uns von einer wichtigen Grundregel der
Renaissancemusik – nämlich möglichst freie Interpretationen und Mut zu
eigenen Verzierungen und Variationen – dazu verführen lassen, einige dieser
schönen Tänze nach unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten maßzuschneidern,
um sie mit viel Spielfreude tanzbar „vom Blatt oder aus dem Kopf“
auf „das Parkett oder in die Beine der Tänzer“ zu bringen.
Die Kursteilnehmer dürfen gerne ihre Melodien mitbringen und ich habe auch
einige im Gepäck. Der Kurs richtet sich an Neulinge im Ensemblespiel.
Voraussetzungen sind zwei bis drei Jahre Erfahrung auf dem eigenen
Instrument. Notenkenntnisse sind erwünscht, aber nicht zwingend.
Vroni Brehm gibt seit vielen Jahren Instrumental- und Ensemblekurse in den Bereichen Volks-, Folk- und Tanzmusik. Sie ist Mitglied und Gastmusikerin in vielen Folk- und Volkstanzmusikgruppen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse auf einem gut spiel- und stimmbaren Instrument, Notenkenntnisse sind dienlich, aber nicht erforderlich.
In dem Kurs ‘Balkanband’ werden rhythmische, harmonische und melodische
Grundstrukturen der traditionellen Tanzmusik Südosteuropas ohne Noten, mit
‘den Ohren’ erarbeitet und gespielt.
Da das, was Musik lebendig, berührend und original macht, nicht in Noten aufgeschrieben
werden kann, werden Hörbeispiele eine erste Orientierung bieten. Nicht die
Menge der Stücke, sondern die intensive Beschäftigung mit ihnen wird im Vordergrund stehen.
Wer auf seinem Instrument Grundfertigkeiten besitzt, Mut zu Neuem hat, seinen
Ohren vertraut oder dieses Vertrauen wieder zurückgewinnen will, wer sich auf
Rhythmen und Skalen einzulassen vermag, die mitteleuropäischen Ohren ungewohnt
erscheinen, wer keine Angst vor falschen Tönen, dafür aber Spaß am
Experimentieren hat, ist in diesem Kurs genau richtig!
Bernd Dittl beschäftigt sich seit Anfang der 80er Jahre mit der trad. Tanzmusik der Balkanländer. Er spielte lange Zeit mit der Gruppe ‘Nem Gajda’ und leitete viele Jahre die ‘Balkantanzband’ auf dem ‘Sommermusikfest’ von Rüdiger Oppermann. Mittlerweile spielt die traditionelle Tanzmusik seiner eigenen Heimat (Mittelfranken) bei seiner musikalischen Bühnen- und Lehrtätigkeit eine maßgebliche Rolle. (Fragen zum Kurs: Bernd Dittl 0981 / 4875250)
Voraussetzungen: Wenn Instrumente auf bestimmte Tonarten festgelegt sind, sollte man die Möglichkeit haben, mit einem Zweitinstrument in eine alternative Tonart auszuweichen.
"… zu singen und spielen auf allerley Instrumenten …"
Ensemblekurs Alte Musik für fortgeschrittene Instrumentalisten und Sänger
Ich möchte mit Ihnen je nach den instrumentalen Möglichkeiten der Teilnehmer
zwei- bis vierstimmige Sätze des 16. - 18. Jahrhunderts musizieren, arrangieren
und gestalten.
Ich möchte mit Ihnen je nach den instrumentalen Möglichkeiten der Teilnehmer
zwei- bis vierstimmige Sätze des 16. - 18. Jahrhunderts musizieren, arrangieren
und gestalten.
Friedhelm Capelle ist Organist, Cembalist, Chor- und Ensembleleiter. Seine musikalische Vorliebe gilt der Musik vom Mittelalter bis zum Barock.
Voraussetzungen: Instrumentalisten mit sicherer Beherrschung ihrer einwandfrei funktionierenden Instrumente; Fähigkeit, sicher nach Noten spielen zu können. Bitte alle mitgebrachten Instrumente und deren Stimmungen / Stimmlagen angeben (Sänger geben bitte ihre Stimmlage an).
Diesmal werden wir die vielfältige Folklore Griechenlands tänzerisch erobern
und dabei ein breites Spektrum an Musik kennen lernen.
Gerade Nordgriechenland bietet ganz unterschiedliche
Tanz- und Musikstile: Epirus mit seiner einzigartigen
Klarinette, Makedonien mit viel Blechgebläse, Thrakien
mit Akkordeon und Dudelsack, Pontos mit Lyra.
Auch einen Ausflug über das Meer zur kretischen Lyra werden
wir unternehmen. Langsam, erdverbunden, lebhaft,
zum Abheben, zum Dahinschmelzen – alles wird an Tänzen dabei sein.
Wie schon im letzten Jahr werden wir praxistaugliche Tänze für Tanzfeste
und nicht für die Bühne lernen. Und die ungeraden Rhythmen kommen auch
diesmal nicht zu kurz, so viel ist sicher!
Dieser Kurs richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene, es wird für jeden
etwas dabei sein.
Birgitt Karlson hat etliche Jahre Erfahrung als Tanzleiterin und Musikerin im Bereich der Folklore des Balkan und vertieft ihr Wissen durch häufige Reisen in die südosteuropäischen Länder. Seit vielen Jahren gibt sie regelmäßig Seminare für Balkantänze in ganz Deutschland. Sie spielt Akkordeon und Gâdulka (die bulgarische Kniegeige) und singt.
Voraussetzungen: Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!
In diesem Jahr besteht wieder die Möglichkeit, die Herstellung von
Rohrblättern zu erlernen.
Unter der Leitung von Olle Geris wird der Bau von
Doppelrohrblättern für Spielpfeifen von Schäfer pfeifen und franz. Dudelsäcken
vermittelt. Mit zur Verfügung gestellten Leihwerkzeugen lernen und üben die
Teilnehmer ausführlich den gesamten Vorgang von der Herstellung der Doppelrohrblätter
aus Schilf bis zum Einstimmen in ihr Instrument.
Die Kosten für die
während des Kurses verwendeten Werkstoffe und
Materialien werden direkt mit der Referentin abgerechnet.
Der Kurs ist auf wenige Teilnehmer beschränkt.
Olle Geris ist Dudelsackbauerin und Musikerin und lebt in der Nähe von Verviers in Belgien.
Voraussetzungen: Das Mindestalter für die Teilnahme ist 18 Jahre. Bitte Arbeitskleidung und den eigenen Dudelsack mitbringen!
Zum vierten Mal werden wir beim Odenwälder Tanz- und Instrumentalkurs dabei sein und
Saiteninstrumente bauen. Für uns ist die räumliche Nähe zu den Spielkursen sehr inspirierend,
da doch ständig Musik in der Luft liegt und dadurch die Vorfreude auf das eigene Instrument
um so stärker wird.
Ob Harfe, historische Zither, Kleine Bassgeige oder Monochord, das baubare Instrumentarium
ist vielfältig und in früheren Zeiten meist in Kombination mit Dudelsäcken gespielt worden.
Das Material ist so vorbereitet, dass es jedem - sei er nun Handwerker oder
vollkommener Laie auf diesem Gebiet - möglich ist, sich an diesem Wochen -
ende ein Instrument zu bauen.
Erforderlich für ein gutes Gelingen sind außer Arbeitskleidung, dem Willen, sich
ein Instrument zu bauen, und guter Laune nichts, denn alle erforderlichen
Materialien und Werkzeuge werden von der Klangwerkstatt mitgebracht.
Natürlich müssen wir wissen, welches Instrument jeder bauen wird, damit wir
es entsprechen vorbereiten können. Darum bitte unbedingt den gewünschten
Bausatz auf der Anmeldung angeben! Die Bezahlung der Bausätze erfolgt bei
Kursbeginn beim Kursleiter.
Das Arbeiten in der Werkstatt wird sicherlich einen großen Teil des Tages -
ablaufes in Anspruch nehmen und doch ist es wichtig, an den Abenden und in
den Nächten den nötigen Abstand zu bekommen, um am nächsten Tag wieder
mit neuen Ideen und neuem Elan an die Arbeit gehen zu können.
Das Feiern des ‘Feierabends’, ein häufig verkümmerter Bereich unseres
alltäglichen Arbeitslebens, wird hier groß geschrieben und mit Musik und
Tanz ausgelebt. Wer also schon Instrumente spielt, möge sie bitte zum Kurs
mitbringen.
Folgende Instrumente können in Brensbach gebaut werden:
André Schubert, 1968 in Johannesburg / Südafrika geboren. Aufgewachsen im Südschwarzwald. Mit 9 Jahren ersten Unterricht auf der Konzertharfe. 1985 Bau der ersten Harfe im Rahmen eines Baukurses und daraufhin den Entschluss gefasst, Instrumentenbauer zu werden. Nach dem Abitur Ausbildung in Mittenwald an der Geigenbauschule zum Zupfinstrumentenmacher. 3 Jahre später Meisterprüfung mit Auszeichnung als Jahresbestmeister in Bayern. Seit 1993 in der Kursarbeit der Klangwerkstatt Markt Wald, seit 1997 als Teilhaber der Werkstatt Referent auf Instrumentenbaukursen. Seit 2003 alleiniger Inhaber der Werkstatt. Durchführung von 18 bis 20 Instrumentenbaukursen pro Jahr.
Voraussetzungen: Das Mindestalter für die Teilnahme ist 16 Jahre. Bitte Arbeitskleidung mitbringen!